Digital Detox ist in aller Munde. Kein Wunder, schließlich fühlt sich wohl jeder Smartphone-Besitzer gelegentlich überfordert durch permanente Erreichbarkeit, zahlreiche WhatsApp-Gruppen, einlaufende Tweets und Instagram-Storys. Was also tun, wenn eine Handypause dringend angesagt ist?

Ein entspannter Urlaub bietet sich hervorragend für den Verzicht auf das Smartphone an, da es hier darum geht, den Moment und den Ort zu genießen, präsent zu sein und sich nicht mit den Problemen daheim zu beschäftigen. Einfach mal den Alltag hinter sich zu lassen - zumindest für ein, zwei oder sogar drei Wochen. Der Einstieg ins Digital Detox fällt besonders leicht, wenn es am Urlaubsort gar kein Mobilfunksignal gibt, denn so wirst du auch nicht schwach. Wir verraten dir die sechs schönsten Orte für einen Urlaub ohne das Smartphone.

1. Hornstrandir Naturreservat, Island

Beste Reisezeit: Die Sommermonate, wenn die Sonne nachts nicht untergeht und wandern rund um die Uhr möglich ist.
Ablenkung vom Smartphone: Sumpfige Wiesen, schneebedeckte Gletscher in der Ferne, eiskalte Seen mit glasklarem Wasser und Einsamkeit pur. Wer in Hornstrandir urlaubt, kommt vielleicht das erste Mal wirklich zu sich selbst.
Tipp: Keine Geschäfte, keine Straßen, kein Handynetz: Hornstrandir ist eine der letzten unbesiedelten Regionen Europas. Nach der Anreise per Boot müssen sich Besucher auf der Insel zu Fuß fortbewegen.

2. Baxter State Park, Maine

Beste Reisezeit: September bis Mitte Oktober, wenn der wunderschöne Indian Summer mit warmen, sonnigen Herbsttagen in Neuengland Einzug hält.
Ablenkung vom Smartphone: 160 Kilometer beeindruckende Wanderwege durch Gebirge und wilde Landschaft. Mit Glück triffst du auf Elche, Bären, Luchse, Biber, Otter oder Waschbären.
Tipp: Im ganzen Park gibt es weder Elektrizität noch fließend Wasser, die Nutzung von Handys oder Funkgeräten ist untersagt. Auch asphaltierte Straßen findest du im Baxter State Park nicht. In vollkommener Abgeschiedenheit solltest du also bereit sein, dich komplett selbst zu versorgen.

3. Cookinseln, Südpazifik

Beste Reisezeit: Juni bis Oktober, wenn das Wetter trockener und nicht ganz so schwül-warm ist wie in den übrigen Monaten.
Ablenkung vom Smartphone: Ein tropisches Paradies mit Aloha-Feeling, das zum Tauchen und Schnorcheln einlädt. Flächendeckendes Internet, dichten Autoverkehr, große Hotelketten und Gastronomie-Franchises suchst du hier vergeblich.
Tipp: Die Hauptinsel Rarotonga ist rundum von wunderschönen Sandstränden umgeben und so klein, dass sie in kürzester Zeit per Pferdewagen oder Bus erkundet werden kann. Auch Motorboottrips zu den anderen Inseln sind problemlos möglich.

4. Falklandinseln, Südamerika

Beste Reisezeit: Dezember bis Februar, was den Sommermonaten der Südhalbkugel entspricht.
Ablenkung vom Smartphone: 200 verschiedene Vogelarten, die auf den Inseln beheimatet sind, und eine wilde, kaum besiedelte Landschaft.
Tipp: Am Volunteer Point Beach, rund zweieinhalb Stunden von der Hauptstadt Stanley entfernt, kannst du riesige Pinguin-Kolonien und beeindruckende Albatrosse aus nächster Nähe beobachten.

5. Big-Bend-Nationalpark, Texas

Beste Reisezeit: Winter, denn dann sinken die Temperaturen auf ein erträgliches Maß.
Ablenkung vom Smartphone: Die Chihuahua-Wüste, die Chisos Mountains mit über 2.400 Meter Höhe und der mächtige, über 3.000 Kilometer lange Rio Grande.
Tipp: Ausreichend Lebensmittel, Wasser und Benzin dabeihaben, denn die Distanzen zwischen den Orten in der Nähe des Big Bend sind sehr groß. Die texanische Hauptstadt Austin beispielsweise ist gut 650 Kilometer entfernt. Und wegen des fehlenden Mobilfunksignals kannst du dich im Notfall nicht auf dein Smartphone verlassen und den nächsten Supermarkt googeln.

6. Halawa Valley, Molokai, Hawaii

Beste Reisezeit: April bis November, wenn es tropisch warm und trocken ist. Danach beginnt die Regenzeit.
Ablenkung vom Smartphone: Verwunschene Wasserfälle, epische Ausblicke und heilige Andachtsstätten der uralten hawaiianischen Kultur.
Tipp: Wer eine etwa fünfstündige Wanderung durch das Tal unternehmen möchte, benötigt einen Guide, da die Route auch über Privatgrundstücke führt. Dafür ist die Tour auch für unerfahrene Wanderer und Familien geeignet.